Aktuell

 

Der Halbbart

Ich hätte ja gern noch ein bisschen gewartet und meinen nächsten Roman erst nächstes Jahr, pünktlich zu meinem 75. Geburtstag, erscheinen lassen. Aber der Diogenes-Verlag hatte es eilig – erfreulicher Weise auch weil man sich dort viel von dem Buch verspricht – und so wird «Der Halbbart» bereits im Herbstkatalog seinen Auftritt haben. Um Sie auf diesen historischen Roman ein bisschen neugierig zu machen, hier als kleine Vorschau schon einmal der Klappentext:

«Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es nicht leicht in einem Dorf, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weither, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.
Ein bewegender Roman, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.»


Der Stotterer

Mein erstes Buch bei Diogenes ist fulminant gestartet. Eine Woche nach Erscheinen war «Der Stotterer» schon auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste, und unterdessen ist schon die dritte Auflage im Druck. Da kann man sich doch nur auf eine weitere gute Zusammenarbeit freuen.

 


Stotternde Holländer

Bei jedem Buch stellt sich die Frage nach dem Bild, mit dem das Titelblatt möglichst viele Leser anziehen soll. Mit dem Ergebnis bin ich selten wirklich zufrieden. Buchgestalter und Autoren scheinen sehr verschiedene Geschmäcker zu haben. Aber die holländische Ausgabe von «Der Stotterer» gefällt mir in dieser Hinsicht. Weil da gar kein Bild ist, sondern eine stotternde Schrift. Bleibt zu hoffen, dass der Absatz des Buches nicht auch ins Stottern gerät.

 


Kohnversation

Im Herbst dieses Jahres erscheint mein letztes Buch bei Nagel & Kimche. Das heisst: Eigentlich ist es gar nicht mein Buch, sondern das meiner Frau Ruth, von der all die wunderbaren Zeichnungen stammen. Die jüdischen Comics sind ursprünglich als Serie für eine Zeitschrift entstanden, und ich freue mich, dass unsere gesammelten Werke jetzt auch in den Buchhandel kommen.

Traditionellerweise beginnen alle jüdischen Witze mit den Worten „Treffen sich zwei Juden…“ In diesem Büchlein treffen sich ganz viele Juden, und einer der Gesprächspartner heisst immer Kohn. Darum: Kohnversation.

 


Das alte Kind ist wieder gelandet

Nachdem es die ganze Milchstrasse, vom Quarknebel bis zu dem Yoghurtsternen, erkundet hat, fasste das alte Kind den Entschluss, wieder sesshaft zu werden, und zwar auf dem Planeten Diogenes. Ich freue mich darüber, dass mein Kinderbuch nun wieder eine verlegerische Heimat hat, denn wenn man wie die Hauptfigur der Geschichte kurz vor dem 500. Geburtstag steht, möchte man doch gern irgendwo zur Ruhe kommen. Um es zu besuchen, brauchen Sie keinen Raumanzug, sondern können ganz locker zur nächsten Buchhandlung schlendern.

 

Moesie und Pusik

Da die Dinge, die man eigentlich nicht kann, immer am meisten Spass machen, wage ich ein halsbrecherisches Experiment: Ein Bühnenprogramm zusammen mit meinem Freund, dem Supermusiker und Liedermacher Markus Schönholzer. Wir verbinden Gedichte und Lieder, oder, besser gesagt: Wir bringen sie durcheinander. Darum auch der gemixte Titel «Moesie und Pusik». Der Inhalt unseres Programms lässt sich am besten so definieren: Markus Schönholzer singt Lieder, und Charles Lewinsky singt leider auch. Wer uns gern engagieren möchte, kann das gern über die Agentur Kulturelle Kontakte in Lindau tun: bea.marty@kulturellekontakte.ch

Und so sieht das Ganze auf der Bühne aus (Foto Ayṣe Yavaṣ):

 


Film noir

Mein  erster – und wohl einziger – Kriminalroman «Der Wille des Volkes» erscheint jetzt auch als Taschenbuch. Bei dtv hat man sich für ein Cover entschieden, bei dem man jeden Augenblick erwartet, dass Humphrey Bogart als Sam Spade von einem der Grossmünstertürme springt – natürlich im Trenchcoat und mit einer Zigarette im Mundwinkel. Worauf dann eine unwiderstehliche kurvenreiche Blondine… Nein, so filmreif geht es in meinem Roman nicht zu. Aber wie es sich für einen Krimi gehört, beginnt die Geschichte mit einer Leiche und am Ende weiss man, wer das Opfer ums Leben gebracht hat. Und düster ist die Story auch.