Aktuell

 

Der Stotterer

Mein erstes Buch bei Diogenes ist fulminant gestartet. Eine Woche nach Erscheinen war «Der Stotterer» schon auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste, und unterdessen ist schon die dritte Auflage im Druck. Da kann man sich doch nur auf eine weitere gute Zusammenarbeit freuen.

 


Kohnversation

Im Herbst dieses Jahres erscheint mein letztes Buch bei Nagel & Kimche. Das heisst: Eigentlich ist es gar nicht mein Buch, sondern das meiner Frau Ruth, von der all die wunderbaren Zeichnungen stammen. Die jüdischen Comics sind ursprünglich als Serie für eine Zeitschrift entstanden, und ich freue mich, dass unsere gesammelten Werke jetzt auch in den Buchhandel kommen.

Traditionellerweise beginnen alle jüdischen Witze mit den Worten „Treffen sich zwei Juden…“ In diesem Büchlein treffen sich ganz viele Juden, und einer der Gesprächspartner heisst immer Kohn. Darum: Kohnversation.

 


Das alte Kind ist wieder gelandet

Nachdem es die ganze Milchstrasse, vom Quarknebel bis zu dem Yoghurtsternen, erkundet hat, fasste das alte Kind den Entschluss, wieder sesshaft zu werden, und zwar auf dem Planeten Diogenes. Ich freue mich darüber, dass mein Kinderbuch nun wieder eine verlegerische Heimat hat, denn wenn man wie die Hauptfigur der Geschichte kurz vor dem 500. Geburtstag steht, möchte man doch gern irgendwo zur Ruhe kommen. Um es zu besuchen, brauchen Sie keinen Raumanzug, sondern können ganz locker zur nächsten Buchhandlung schlendern.

 


Das Problem der Migration

An einem NZZ Podium in Wien hatte ich ein Referat über Migration zu halten, wobei die Veranstalter hofften, meine Überlegungen würden sich anregend auf die folgende Diskussion auswirken. So ganz ist das wohl nicht gelungen. Ich sprach über die Formulierungskünste, mit denen Politiker versuchen, an den eigentlichen Problemen vorbei zu reden, aber die Runde – unter anderem der österreichische Innenminister und der Bürgermeister von Wien – verzichtete dann doch nicht auf verbale Kurvenfahrten. Wenn Sie der Text interessiert: 2019 NZZ Migration

 

Moesie und Pusik

Da die Dinge, die man eigentlich nicht kann, immer am meisten Spass machen, wage ich ein halsbrecherisches Experiment: Ein Bühnenprogramm zusammen mit meinem Freund, dem Supermusiker und Liedermacher Markus Schönholzer. Wir verbinden Gedichte und Lieder, oder, besser gesagt: Wir bringen sie durcheinander. Darum auch der gemixte Titel «Moesie und Pusik». Der Inhalt unseres Programms lässt sich am besten so definieren: Markus Schönholzer singt Lieder, und Charles Lewinsky singt leider auch. Wer uns gern engagieren möchte, kann das gern über die Agentur nordArt in Winterthur tun: info@nordart.ch

Und so sieht das Ganze auf der Bühne aus (Foto Ayṣe Yavaṣ):

 


Film noir

Mein  erster – und wohl einziger – Kriminalroman «Der Wille des Volkes» erscheint jetzt auch als Taschenbuch. Bei dtv hat man sich für ein Cover entschieden, bei dem man jeden Augenblick erwartet, dass Humphrey Bogart als Sam Spade von einem der Grossmünstertürme springt – natürlich im Trenchcoat und mit einer Zigarette im Mundwinkel. Worauf dann eine unwiderstehliche kurvenreiche Blondine… Nein, so filmreif geht es in meinem Roman nicht zu. Aber wie es sich für einen Krimi gehört, beginnt die Geschichte mit einer Leiche und am Ende weiss man, wer das Opfer ums Leben gebracht hat. Und düster ist die Story auch.

 


Die sehr lebendigen toten Dichter


Zusammen mit dem nimmermüden Literaturpromoter Charles Linsmayer durfte ich im Theater am Neumarkt einen Abend lang über Jeremias Gotthelf reden, den ich nach wie vor für den wichtigsten Schweizer Romancier halte. Eine Zeitung hatte zwar im Vorfeld tadelnd geschrieben, in dieser Veranstaltungsreihe würden nur alte weisse Männer über tote Dichter reden – aber die Veranstaltung und die Reaktionen des Publikums haben gezeigt, dass Gotthelf immer noch sehr lebendig ist. Und – sorry – ich kann weder an meinem Alter noch an meiner Hautfarbe etwas ändern. An meiner Literaturbegeisterung schon gar nicht.