Aktuell

 

Kulturstrudel

Die «Woche der jüdischen Kultur», die ich zusammen mit Michael Guggenheimer auf die Beine gestellt habe, war ein grosser Erfolg. Die rund 40 Veranstaltungen der Woche wurden von mehr als 3000 Personen besucht, und oft mussten (oder durften) wir sagen: «Sorry, ausverkauft!». Die am häufigsten gestellte Frage war: «Macht ihr das jetzt jedes Jahr?» Die Antwort ist eindeutig: «Nein, ganz bestimmt nicht.» So sehr ich mich über das grosse Interesse freue – der Aufwand war riesig. Und ich will ja nicht zum hauptberuflichen Veranstalter werden.

Wenn Sie gern wissen wollen, was Sie alles verpasst haben: Hier können Sie das Programm nachlesen: kulturstrudel

 


Jonathan Swift Preis

Der Jonathan Swift Preis für satirische und komische Literatur wird am 18.November 2018 im Literaturhaus zum vierten Mal verliehen. Als Präsident der Jury freue ich mich darauf, die Auszeichnung an Joachim Meyerhoff übergeben zu dürfen, der sie mit seinen autobiografisch gefärbten Romanen mehr als verdient hat. Falls Sie seine Bücher noch nicht kennen, sollten Sie das dringend nachholen. Sonst herrscht in Ihrem Bücherregal das, was der Titel seines letzten Werks perfekt beschreibt: «Ach, diese Lücke. Diese entsetzliche Lücke».

 


Nichts ist so beständig wie der Wandel

Was der weise Heraklit schon vor zweieinhalbtausend Jahren wusste, bestätigt sich wieder mal auch bei mir: Mein nächster Roman wird nicht mehr beim Verlag Nagel & Kimche erscheinen, obwohl ich mich dort ein Dutzend Jahre lang sehr wohlgefühlt habe. Aber es ist Zeit, eine neue Herausforderung anzunehmen, wie die Politiker und die Businessleute sagen, wenn sie die Gründe für einen Wechsel nicht in der Öffentlichkeit diskutieren wollen. Im Frühjahr 2019 wird also ein neuer Roman von mir auf den Markt kommen, und zwar unter dem Label Diogenes. Wie gesagt: Ich freue mich auf die Herausforderung.

Alles im Arsch

Ein neues Nagel & Kimche-Buch gibt es doch noch: Eine Neuauflage des «A-Quotienten». Aus diesem höchst wissenschaftlichen Lehrbuch des Arschlochismus-Forschung lässt sich viel Nützliches für das tägliche Leben lernen. Und wen meine Theorien nicht überzeugen, kann sich über die Illustrationen freuen, die mein Lieblingsgrafiker und bester Freund Thomas di Paolo gestaltet hat.

 


Alles im Arsch II

«Der A-Quotient» ist auch ein Theaterstück. Zusammen mit Judith Stadlin und Michael van Orsouw, mit denen ich schon bei der szenischen Lesung von «Schweizen» grossen Spass hatte, gehe ich damit auf eine kleine Schweizer Tournee. Es wird eine äusserst lehrreiche Veranstaltung, bei der ich als Professor Lewinsky zusammen mit meinen beiden Assistenten dem Publikum die Grundlagen der modernen Arschloch-Forschung vermittle. Wir machen uns schon mal auf den Nobelpreis gefasst.

 


Dreissig Stunden Melnitz

Nein, ich bin nicht heiser, aber anstrengend war es schon. Für den Verlag «hörkultur» habe ich den Roman «Melnitz» als Hörbuch eingesprochen – ungekürzt. In einer Länge von exakt 1834 Minuten und 36 Sekunden. Mit dem Ergebnis (3 CDs im Format mp3) bin ich sehr zufrieden. Wenn Sie also gerade mal eine Woche Zeit haben: Man kann «Melnitz» jetzt auch hören.
Hörbeispiel (MP3, 41 MB!)

 


Der russische Wille des Volkes

Mein Roman «Der Wille des Volkes» ist gerade auf Russisch erschienen – aber erwarten Sie nicht, dass ich weiss, wie sich der Titel in dieser Sprache ausspricht. Wie sich russische Leser in die spezifisch schweizerische Atmosphäre des Buches einlesen, kann ich mir nicht so recht vorstellen. Andererseits: Ein Roman über einen alles überwachenden Staat, der sich ins Leben jedes einzelnen Bürgers einmischt, ist für dieses Land vielleicht gar nicht so unpassend.

 


Zwei Celli und vier Flügel

Meine Freunde vom Duo Calva haben es geschafft: Mit ihrem neuen Programm, an dem ich auch mitgebastelt habe, kommen sie endlich ganz oben an, nämlich im Himmel. Ihr neues Programm «Duo Calva im Himmel» hat im Oktober im Theater am Hechtplatz seine Uraufführung. Für gewöhnlich würde ich den beiden dazu ja Toitoitoi wünschen, aber in diesem Fall ist ein anderer Wunsch wohl passender. Also: Ein herzliches Halleluja, Alain und Dani!