»Zehnundeine Nacht«
Erzählungen
190 Seiten
Verlag Nagel & Kimche, 2008

Nach einem dicken Buch wieder einmal ein schmales, nach einer exakt recherchierten Chronik wieder einmal ein Text, in dem ich meiner Phantasie freien Lauf lassen durfte. Scheherazade, die mit ihren Geschichten den Sultan tausendundeine Nacht lang unterhält und damit die eigene Hinrichtung immer wieder aufschiebt, habe ich mir zum Vorbild genommen. Nur dass in dieser modernen Version aus dem romantischen Palast ein heruntergekommenes Stundenhotel geworden ist, aus dem Sultan ein Kiezganove und aus Scheherazade eine alternde Prostituierte. Nur die Grundsituation ist die gleiche geblieben: Sie erzählt um ihr Leben.

Ihre Geschichten sind fantastisch, skurril, absurd. Es wird mir also, noch mehr als bei anderen Büchern, wieder mal häufig die Frage gestellt werden: „Wie fällt Ihnen so was eigentlich ein?“ Und ich werde wieder die ehrliche Antwort geben müssen, die mir keiner glaubt: „Ich habe keine Ahnung.“ So wichtig mir beim Schreiben der handwerkliche Aspekt ist – wie man Ideen bewusst erzeugt, habe ich bis heute noch nicht herausgefunden. Sie sind irgendwann einfach da. Und ich will auch gar nicht zu genau nachforschen, wo sie herkommen. Sonst funktioniert es irgendwann vielleicht nicht mehr.

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»Zehnundeine Nacht«

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Letzte Aktualisierung: Januar 2007
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