„Kastelau“
Roman
398 Seiten
2014, Verlag Nagel & Kimche


1944 setzt sich eine Filmequipe der Ufa in die bayerischen Alpen ab, um dort im kleinen Bergdorf Kastelau so zu tun, als ob sie einen Film drehte. Der eigentliche Zweck der Übung ist aber ein ganz anderer: Nicht in Berlin zu sein, wo jeden Tag die Bomben fallen und die russische Armee immer näher kommt. Sie spielen sogar noch Filmdreh, als ihnen schon längst das Filmmaterial ausgegangen ist.

Das kleine Kastelau, vom Schnee eingeschlossen, wird zum Versuchslabor nicht nur für zwischenmenschliche Beziehungen sondern vor allem auch für die hohe Kunst der Heuchelei. Denn je deutlicher sich die deutsche Niederlage abzeichnet, desto mehr verändert sich auch der Film, dessen Herstellung sie vortäuschen. Aus einem Propagandastreifen voller Durchhalteparolen wird allmählich ein Aufruf zum Kampf gegen die Nazis. Denn letzten Endes geht es (fast) allen Beteiligten um etwas viel Wichtigeres als um ihre Überzeugungen. Es geht um ihre Karriere.

Ich erzähle die Geschichte in der Form einer Dokumentation, einer Sammlung von aufgefundenen Briefen, Entwürfen und Protokollen. Wobei alle diese „Dokumente“ frei erfunden sind – sogar die Wikipedia-Artikel.

Leseprobe
„Kastelau“
Wenn Sie sich lieber ein Kapitel von mir vorlesen lassen wollen, dann geht das hier

Kritik
NZZ, 23.8.2014
NZZ am Sonntag, 17.8.2014

Interview
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Interview des Bayerischen Rundfunks

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Letzte Aktualisierung: August 2014
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