»Doppelpass«
Fortsetzungsroman
320 Seiten
Verlag Nagel & Kimche, 2009

Das war für mich ein sehr ungewöhnliches Buch: Es erschien nämlich in fünfzig Fortsetzungen in der „Weltwoche“ und musste auch in diesem wöchentlichen Rhythmus geschrieben werden. Das lässt sich gar nicht so einfach mit dem Ziel verbinden, trotz häppchenweiser Lieferung doch eine runde, in sich abgeschlossene Geschichte zu erzählen. Und: Was einmal erschienen ist, kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Papier mag ja geduldig sein, aber gedruckt ist gedruckt. Man läuft bei dieser Arbeitsweise schon ein bisschen übers hohe Seil und kann sich keinen Fehltritt erlauben.

Eine Menge Leute fanden allerdings, schon die Tatsache, dass ich überhaupt für die „Weltwoche“ arbeite, sei ein Fehltritt. Weil doch diese Zeitschrift – wie soll man das höflich ausdrücken? – nicht gerade für ihre linksradikalen Ideen bekannt ist. Als die Serie angekündigt wurde, sang mir so mancher Kollege das Lied von den Schmuddelkindern vor, mit denen man nicht spielen soll. Diese Kritiken verstummten dann sehr bald. Denn so falsch kann ein Projekt ja nicht sein, dass es einem ermöglicht, ausgerechnet im Leibblatt der strammen Patrioten einen Roman zu veröffentlichen, der sich kritisch mit der Ausländerpolitik der SVP auseinandersetzt.

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Letzte Aktualisierung: November 2009
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